Stadion du Littoral / Olgga Architects

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Stadion du Littoral / Olgga Architects

  • Architekten

    OLGGA Architects / Alice Vaillant, Guillaume Grenu und Nicolas Le Meur

  • Ort

    11 Rue de la Paix, 59760 Grande-Synthe, Frankreich

  • Ingenieurwesen

    Sogeti ingénierie

  • Klient

    Stadt Grande Synthe

  • Akustisch

    Abe acoustique

  • Bereich

    2433, 0 m2

  • Projektjahr

    2011

  • Fotografien

    Julien Lanoo

Textbeschreibung der Architekten. Bei seiner großen Eröffnung am 4. September 2011 ist das in Grande Synthe errichtete Stadium du Littoral die erste Einrichtung nördlich von Paris, die fünf Sportdisziplinen unter einem Dach vereint. Dieser von OLGGA Architectes entworfene Sportkomplex umfasst ein Stadion mit Platz für 617 Personen, zwei Clubhäuser, Umkleideräume, einen Gemeinschaftsraum für Freizeitaktivitäten und Verwaltungsbüros.

Dieses für die 4000 Mitglieder der Stadt vorgesehene Stadion du Littoral verfügt außerdem über drei Rugbyfelder, zwei Fußballplätze, eine Bogenschießrunde, eine Laufbahn, einen 1300 m langen Radring und eine bald fertiggestellte BMX-Strecke. Das auf 12 Hektar im Viertel Basroch errichtete Gebäude ist in der Tat ein sichtbares architektonisches Leuchtfeuer und markiert den wichtigsten Einstieg in die Stadt. Dieses reduzierte Gebäude mit programmbedingten Volumina steht dem Horizont gegenüber, diese Schattenskyline offenbart die allgegenwärtige Natur der Landschaft.

Das Projekt wurde aus einem einfachen Parallelogrammmonolithen entwickelt, der auf die vom Kunden festgelegten spezifischen technischen Anforderungen eingeht. Diese kompakte Form wird an wichtigen Stellen für Tribünen und Vereinshäuser „ausgehöhlt“. Diese Ausgrabungen entsprechen dem Wunsch nach hoher Sichtbarkeit in jeder Sportart. Das Stadion ist nicht monoorientiert auf ein bestimmtes Feld ausgerichtet, sondern öffnet sich für alle Sportler in ihrem Kollektiv.

Die Basis, das Dach und die überdachte Terrasse bilden eine einheitliche Einheit. Die zurückhaltende Materialauswahl und ihre inhärenten Eigenschaften garantieren die Haltbarkeit der Strukturen und die einfache Wartung. Die Basis des Stadions aus versiegeltem Beton beherbergt die kollektiven Rugby- und Fußballeinrichtungen sowie Verwaltungsbüros, Sauna- und Gewichtheberräume. Die seidige Erscheinung des Siegels erzeugt abhängig von der Sonneneinstrahlung ein sich ständig veränderndes Erscheinungsbild.

Auf der oberen Ebene haben die ausgehöhlten Komponenten eine hellere Farbe. Die Rugby- und Radsportklubhäuser liegen dazwischen. Diese Glasboxen bieten einen Panoramablick auf die Baustelle. Die Clubhäuser sind durch ein Doppelhautsystem definiert, das aus Glasscheiben, Zwischenräumen und Stretch-montierten mikroperforierten Stoffen besteht. Dieses Schichtfiltersystem bietet nicht nur eine optimale Wärmekontrolle, sondern ermöglicht es auch den Zuschauern, ein Ereignis aufzunehmen, ohne vom Spielfeld aus gesehen zu werden.

Mit Privatsphäre und komfortablen Zuschauern für Clubmitglieder sind diese Clubhäuser ideale Orte für Geselligkeit und Diskussion.

Zwischen diesen beiden Programmelementen bietet eine großzügige überdachte Terrasse einen inspirierenden Blick auf das Gelände. Der Raum enthält keine strukturellen Einschränkungen. Die tragende Struktur, die geschickt hinter der Leinwand verborgen ist, rückt die einfache grafische Reinheit der Event-Leinwand in den Hintergrund. Der Metallaufbau schwebt und lässt Licht und Luft eindringen. Die Terrasse ist ein Gemeinschaftsraum für alle.

Diese Terrasse ist direkt von der Tribüne oder über die Fußgängerbrücke zu erreichen, die die Spur nördlich des Geländes auskragt. Dieser kostenlose Zugangspunkt ermöglicht es der Öffentlichkeit, das Gebäude zu betreten, ohne den Radfahrwettbewerb zu stören.

Die Tribünen sind in den helleren Ausgrabungsbereich eingebettet und verleihen dem Ensemble eine einzigartige Eleganz.

Unsere eigenen Nachhaltigkeitsstrategien in Kombination mit dem Respekt der Kunden gegenüber der Ökologie gipfelten in einem Gebäude, das im Vordergrund der Umweltverantwortung steht. Das Stadium du Littoral erzielt erhebliche Energieeinsparungen. Das Stadion wurde nach den strengen THPE-Standards von 2005 (LEED - Leadership in Energy Efficient Design) gebaut und besteht aus langlebigen Materialien. Verstärkte Isolierung, zwei Wärmepumpen und ein Belüftungssystem mit alternativer Strömung vermeiden Wärmeverluste. Der Innenraum verwendet eine emissionsarme Beleuchtung.

In das Dach eingebaute Photovoltaik-Paneele mit einer Fläche von 700 m² erzeugen Strom, der an das Netz zurückgegeben wird. Diese Strategie ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten. Zusätzlich decken 40 m² Sonnenkollektoren 50% des Warmwasserbedarfs.

Die Anlage zur Energieerzeugung wird in Kürze durch die Installation einer Windkraftanlage nördlich des Standortes vervollständigt. Das Stadion ist auch mit einem Regenwasserspeicher ausgestattet. Eine Zisterne mit einer Kapazität von 8 m3 liefert Wasser für Toiletten und Reinigung.

Bei vollem Aufbau wird das Stadium Littoral zu einem CO2-positiven Führer in der Familie öffentlicher Projekte, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen.

Text bereitgestellt von OLGGA Architects

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