Villa H in Brabant / Coenen Sättele Architecten

Anonim

Villa H in Brabant / Coenen Sättele Architecten

  • Architekten

    Coenen Sättele Architecten

  • Ort

    Tilburg, Niederlande

  • Design Team

    Bettina Sättele, Ivo Janssen, Edwin van Oppen

  • Design Villa, Pferdestall, Interieur, Möbel, Garten

    Coenen Sättele Architecten

  • Bereich

    380, 0 m²

  • Projektjahr

    2014

  • Fotografien

    Arthur Bagen

  • Statiker

    Adviesbureau Sigma Engineering, Hilvarenbeek. Villa: Adviesbureau Heijmans & Partners Ingenieurs

  • HVACR-Technik

    Huygen Installatieadviseurs Maastricht

  • Generalunternehmer

    WVH Gevelprojecten Oirschot

  • Elektrotechnik

    Michelbrink Elektro, Esbeek

  • Mehr Spezifikationen Weniger Spezifikationen

Textbeschreibung der Architekten. In der Übergangsregion eines typisch holländischen Dorfes und der kultivierten Agrarlandschaft befinden sich auf einem ca. 6 ha großen Grundstück eine moderne Villa und ein Pferdestall, die auf den strengen Anforderungen des Bebauungsplans basieren und in den Kontext eingebettet sind. Sowohl die Proportionen als auch das abgestufte Volumen und die Verwendung von Designelementen sowie eine eigenständige Architektursprache fügen sich in die traditionellen Elemente eines Hauses der Region Brabant ein. Da das gewünschte Raumprogramm innerhalb der Vorgaben des Bebauungsplans nicht oberirdisch umgesetzt werden konnte, wird ein Gestaltungskonzept entwickelt, das auf Basis der Landschaftsmodellierung attraktive Räume im Untergeschoss schafft. Gleichzeitig ist das Haus von innen nach außen gestaltet, vermittelt nach den Wünschen der Eigentümer, für ein Haus, das den unterschiedlichen Bedürfnissen einer Familie gerecht wird und den Besuchern eine einladende Atmosphäre vermittelt.

Erdgeschossplan

Charakteristisch für die Villa sind zwei subtil gefaltete Zinkdächer, die zusammen mit der horizontalen, visuell schwebenden Pergola und der aus dem Garten leicht angehobenen Naturstein-Terrassenplatte das Innere und Äußere des Hauses definieren und in diesem Zusammenhang durch die horizontalen Linien verankern. Die Gestaltung des Wohnbodens als transparenter Glaspavillon unter den gefalteten Zinkdächern ermöglicht den permanenten Kontakt mit der umliegenden Landschaft und zugleich das Zusammenspiel von Licht und Helligkeit prägen die Atmosphäre.

Gleitelemente von Holzflossen ermöglichen es dem transparenten Pavillon, sich in ein eher introvertiertes, intimeres Wohnumfeld zu verwandeln. In der Glasumhüllung kreisen die Wohnbereiche um einen zentralen, mit Holz verkleideten Kern, in dem sich die Bedienfunktionen wie Garderobe, Toilette und die Treppe befinden. Auf diesem freistehenden Kern auf einer Galerie unter dem zusammengeklappten Dach bietet sich ein eher nach innen gerichteter Rückzugsort, der immer noch in visueller Beziehung zum Wohnbereich steht. Gleichzeitig erreicht man über den zentralen Kern die nach Norden ausgerichteten Schlafzimmer im Untergeschoss. Diese in gedämpftes Tageslicht getauchten Räumen sind auf die untere Gartenebene ausgerichtet und laden zum Verweilen ein. Beide Ebenen, Erdgeschoss und Keller sind durch die visuelle Beziehung zum Garten und Stall sowie durch die charakteristischen alten Eichen, die den Garten vom Fahrerlager trennen, bestimmt.

Durch eine sehr klare, eindeutige Formensprache und die reduzierte Materialisierung ist der Stall in das Ensemble integriert. Sowohl das vergraute Holz für Fassade und Dach des Stalls als auch die äußerst präzise Material- und Farbauswahl für das Haus verankern das Ensemble auf natürlichem Weg im ländlichen Kontext. Die sehr sorgfältige Detaillierung des Gebäudes, die sich im Innen- und Möbeldesign der Villa fortsetzt, bestimmt das Gesamtbild.

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